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Rathaus (Foto: Andreas Hub)BürgerserviceRathausRathaustreppe

Geschichte der Stadt

Industriegeschichte

 

7. Jh. - 1250 Erste Ansiedlung bis zum Ersten Stadtverderben

spätes 7. Jh. Funde einer Siedlung gelegen zwischen Marienbach- und Höllental.
791 Erste urkundliche Erwähnung des Namens "Schweinfurt": Hiltrih übereignet seinen "in Suuinfurtero marcu" gelegenen Besitz mit Ausnahme einer Hube dem Kloster Fulda. (791 IX 12)
941 Mit Markgraf Berthold wird das erste Glied des Hauses der Markgrafen von Schweinfurt genannt.
1003 Nach Niederschlagung der Empörung des Markgrafen Hezilo gegen Kaiser Heinrich II. (Schweinfurter Fehde) wird die markgräfliche Burg auf dem Peterstirnberg bei Schweinfurt entfestigt.
vor 1015 In der Markgrafenburg wird ein Nonnenkloster gestiftet, das später in ein Mönchskloster umgewandelt wird.
12. Jhdt. Entstehung der Reichsstadt westlich der ursprünglich markgräflichen Siedlung.
um 1250 Erstes Stadtverderben: Zerstörung der Reichsstadt Schweinfurt in einer Fehde zwischen den Grafen von Henneberg und dem Fürstbischof von Würzburg.

 

1251 - 1554 Wiederaufbau nach dem Ersten Stadtverderben bis zum Zweiten Stadtverderben

1263 Das Mönchskloster in der ehemaligen markgräflichen Burg wird in eine Kommende des deutschen Ordens umgewandelt.
1282 König Rudolf von Habsburg schlichtet einen Streit zwischen der Reichsstadt und dem Deutschen Orden. Erstmals sind in dieser Urkunde die Stadt und ihre Bürger als politisch handelnde Subjeke und der Vogt als Vertreter des königlichen Stadtherrn fassbar.
1309 Kaiser Heinrich VII. verpfändet Schweinfurt an den Grafen von Henneberg.
1354 Der Bischof von Würzburg erwirbt eine Hälfte der Pfandschaft.
1361/62 Schweinfurt löst selbst eine Hälfte der Pfandschuld des Reiches ein und erhält von Kaiser Karl IV. dafür wertvolle Privilegien, welche die Gerichtshoheit der Stadt, das Satzungsrecht, die freie Wahl des Reichsamtmanns und die Verpfändungsfreiheit beinhalten.
1385/86 Schweinfurt löst die zweite Hälfte der Pfandschuld ein und tritt dem Schwäbisch-Fränkischen Städtebund bei.
1397 König Wenzel erteilt der Stadt wertvolle Privilegien zur Nutzung des Mains.
1436 Erwerb des Dorfes Oberndorf.
1437 Erwerb der Deutsch-Ordensburg auf der Peterstirn und eines Landgebietes mit den Dörfern Zell und Weipoltshausen.
1443 Blutbannverleihung durch König Friedrich III.
1446/50 Erster Aufruhr der Bürgerschaft gegen den Rat ("Ratsverstörung").
1513/14 Zweiter Aufruhr ("Aufruhr in der Gemeinde") und Aufrichtung eines Verfassungsstatuts.
1542 Schweinfurt schließt sich der Reformation an.
1554 Besetzung der Stadt durch Markgraf Albrecht Alcibiades von Brandenburg Kulmbach undZweites Stadtverderben im Zweiten Markgräfler Krieg.

 

1554 - 1814 Wiederaufbau der Stadt bis zum "Schweinfurter Grün"

1554-1615 Wiederaufbau der Stadt.
1568/70 Abschluss der Entwicklung der reichsstädtischen Autonomie durch Privilegien Kaiser Maximilians II.: freie Wahl des Reichsvogtes aus den Reihen der Bürgerschaft und Privilegium de
non appelando.
1570-72 Bau des Rathauses (Nikolaus Hofmann aus Halle a.d.Saale)
1609 Schweinfurt tritt der protestantischen Union bei.
1620 Erwerb des Dorfes Madenhausen.
1625/50 Wiederholte Besetzung durch kaiserliche und schwedische Truppen im Dreißigjährigen Krieg.
1632 Besuch von Gustav Adolf in der Stadt
1652 Die vier Ärzte Johann Laurentius Bausch, Johann Michael Fehr, Georg Balthasar Wohlfarth und Georg Balthasar Metzger gründen in Schweinfurt die Academia Naturae Curiosorum, die heutige Deutsche Akademie der Naturforscher Leopoldina - Nationale Akademie der Wissenschaften.
1777 Johann Martin Schmidt nimmt die Produktion von Bleiweiß auf.
1788 Der Dichter und Orientalist Friedrich Rückert wird in Schweinfurt geboren.
1796-1801 Die Stellung eines Truppenkontingents und die mehrfache Besetzung durch französische Truppen in den Revolutionskriegen ruinieren Schweinfurt.
1802 Schweinfurt fällt im Zuge des Reichsdeputationshauptschlusses an Kurpfalz-Bayern.
1810 Schweinfurt kommt zum Großherzogtum Würzburg.
1814 Schweinfurt fällt wieder an das Königreich Bayern.
1814 Beginn der Produktion des "Schweinfurter Grüns" durch Wilhelm Sattler

 

1815 - 1945 Straßenbeleuchtung bis zur Zerstörung im Zweiten Weltkrieg

1819 Straßenbeleuchtung durch Öllaternen.
1827 Errichtung der ersten bayerischen Zuckerfabrik "Sattler, Engelhardt & Cie".
1832-80 Abbruch der Stadttore.
1852 Anschluss ans Eisenbahnnetz.
1853 Erfindung des Tretkurbelfahrrades durch Philipp Moritz Fischer.
1857 Erbauung der Gasfabrik und Einführung der Gasbeleuchtung.
1862 Erste Wasserleitung.
1874 Errichtung des neuen Rangier- und Zentralbahnhofes auf Oberndorfer Markung.
1883 Erfindung der Kugelschleifmaschine durch Friedrich Fischer, Geburtsstunde der Wälzlagerindustrie.
1890 Gründung der Kugellagerfabrik von Fries & Höpflinger.
1895 Gründung der Firma Fichtel & Sachs.
1903 Ernst Sachs erfindet die Torpedo-Freilaufnabe.
1909 Georg Schäfer übernimmt die Firma Kugelfischer.
1919 Eingemeindung Oberndorfs.
1929 Gründung der Vereinigten Kugellagerfabriken AG (1953 umbenannt in "SKF Kugellagerfabriken GmbH").
1933 Machtergreifung der Nationalsozialisten: Ende des demokratisch gewählten Stadtrates.
1933 Eröffnung des Ernst-Sachs-Bades.
1936 Eröffnung des Willy-Sachs-Stadions.
1943-45 Schweinfurt wird im Zweiten Weltkrieg schwer zerstört und im April 1945 von amerikanischen Truppen besetzt.

 

1945 - 1966 Wiederaufbau der Stadt bis zur Eröffnung des Theaters

ab 1945 Wiederaufbau der Stadt: Entstehung der neuen Stadtteile Bergl, Hochfeld und Steinberg
1946 Erste freie Stadtratswahlen seit 1933.
1954 Grundsteinlegung des neuen Rathauses.
1954 Gedenkjahr "Zerstörung und Wiederaufbau in sieben Jahrhunderten" in Erinnerung an die urkundliche Erwähnung der Reichsstadteigenschaft und des Ersten Stadtverderbens 1254, an das zweite Stadtverderben 1554 und den Wiederaufbau nach dem Zweiten Weltkrieg.
1958 Eröffnung des Sommerbades.
1961 Stiftung des Carus-Preises.
1961 Errichtung der Wasserspiele in den Wehranlagen.
1962 Städtepartnerschaft mit Motherwell (Schottland).
1962 Einweihung des Friedrich-Rückert-Baues mit Volkshochschule, Stadtarchiv und -bibliothek, und Jugendzentrum.
1962 Beginn des Ausbaus des Wildparks an den Eichen mit Freizeitanlagen und Tiergehege im Stadtwald.
1963 Einweihung des neuen Mainhafens: "Sprung über den Main".
1963 Stiftung des Friedrich-Rückert-Preises.
1964 Städtepartnerschaft mit Chateaudun (Frankreich).
1966 Eröffnung des Theaters der Stadt.

 

1967 - 1990 Hochschule bis zum Abschluss der Sanierung der "Südlichen Altstadt"

1971Hochschule Würzburg-Schweinfurt.
1972 Anlage der Stadtteile Haardt und Deutschhof.
1974 Bildungszentrum West.
1975 Fußgängerzone Lange Zehntstraße - Keßlergasse - Markt.
1979 Umzug der Stadtbücherei ins Centrum am Marienbach.
1979 Stadtepartnerschaft mit Seinäjoki (Finnland).
1979 Förmliche Festlegung des ersten Sanierungsgebiets "Altstadt-Teilbereich Süd".
1980 Stadtratsbeschluss zur Neuorganisation der Städtische Sammlungen.
1981 Einweihung den neuen Leopoldina-Krankenhauses.
1982 Fußgängerzone Spitalstraße.
1982 Sanierung des südlichen Altstadtrings.
1984 Anlage des Stadtteils Eselshöhe.
1986 Fußgängerzone Metzgergasse.
1988 Neugestaltung des Postplatzes.
1988 Grünanlage Philosophengang mit Instandsetzung der historischen Stadtbefestigung.
1988 Erster Spatenstich für das Gemeinschaftskraftwerk (GKS).
1989 Umzug der Musikschule in das Gebäude Schultesstraße 17.
1989 Stadtratsbeschluss zur Gründung eines Museums für die Sammlung Georg Schäfer.
1990 Abschluss der Sanierung der "Südlichen Altstadt", Übergabe des in Stand gesetzten Schrotturms mit Bürgerhaus.

 

ab 1991 - 1.200-Jahr-Feier bis heute

1991 1200-Jahrfeier.
1991 Eröffnung der Bibliothek Otto Schäfer.
1992 Fußgängerzone Rückert-/Brückenstraße.
1992/93 Schwere Strukturkrise der Großindustrie.
1993 Stadtratsbeschluss zur Umgestaltung des Roßmarktes.
1994 GRIBS Gründer-, Innovations- und Beratungszentrum Schweinfurt.
1994 Inbetriebnahme des Gemeinschaftskraftwerks Schweinfurt (GKS).
1995 Ausweisung des Industrie- und Gewerbeparks Maintal.
1996 Der Freistaat Bayern stellt 28 Millionen DM aus den Privatisierungserlösen für den Bau des Museums Georg Schäfer zur Verfügung.
1997 Abschluss der Umgestaltung des Roßmarktes
1998 Umwandlung des Leopoldina Krankenhauses in eine GmbH, erste Firmenansiedlung im Industrie- und Gewerbegebiet Maintal, Baubeginn Museum Georg Schäfer.
1999 Architektenwettbewerb zu Neugestaltung der Maininsel.
2000 Eröffnung des Museums Georg Schäfer.
2002 Eröffnung von Konferenzzentrum und Hotel auf der Maininsel.
2005 Eröffnung des SILVANA-Bades.
2006 Baubeginn der Kunsthalle im Ernst-Sachs-Bad, neuer Bahnhaltepunkt "Schweinfurt - Mitte".
2007 Baubeginn der Stadtgalerie mit Umgestaltung der angrenzenden Straßen und Plätze zur Anbindung an die Innenstadt.
2007 Eröffnung der Stadtbücherei im Ebracher-Hof.
2007 Abschluss der Sanierungsmaßnahmen an den Unteren Wallanlagen mit Mittelalterfest.
2008 Bau des neuen Jugendgästehausesexterner Link am Main - erste Maßnahme der Umgestaltung der Promenade als Öffnung der Stadt hin zum Fluss.
2009 Fertigstellung "Umbau westliche Innenstadt", Eröffnung der Stadtgalerie Schweinfurt, Eröffnung des Jugendgästehauses, Eröffnung der Kunsthalle, Einzug der VHS in den Neubau am ehemaligen Spitaltor, Sanierung der anschließenden Stadtmauer (Jungfernkuss), Baubeginn Gesundheitspark.
2011 Umgestaltung des Alten Friedhofs, Einweihung des neuen Campus II der Hochschule für angewandte Wissenschaften
2012 50-jähriges Jubiläum der Städtepartnerschaft mit North Lanarkshire (Schottland), Bayerischer Städtetag in Schweinfurt
2013 Bayerische Landesausstellung "Main und Meer", Eröffnung der wissenswerkstatt.
2014 Abzug der US-Army, Start i-Campus an der Hochschule für angewandte Wissenschaften, 50-jähriges Jubiläum der Städtepartnerschaft mit Châteaudun (Frankreich).

 

Ehrenbürger der Stadt Schweinfurt

Berühmte Söhne und Töchter der Stadt

Oberbürgermeister der Stadt seit 1818

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