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Philipp Moritz Fischer

(1812-1890)

Schon während seines Schweinfurter Schulbesuchs hatte sich der 1812 in Oberndorf geborene und aufgewachsene Philipp Moritz Fischer eines Laufrades bedient, wie es von Drais entwickelt worden war. Mit einem solchen Rad besuchte er später als selbstständiger Gewerbetreibender auch seine Landkundschaft.

Fischer Philipp MoritzPhilipp Moritz Fischer war der Vater des Begründers der Schweinfurter Gussstahl- Kugelfabrikation, Friedrich Fischer. Er erlernte von 1827 bis 1829 in Würzburg das Schreinerhandwerk. Anschließend ging er zu dem Orgelbauer und Instrumentenmacher Ehrlich in Bamberg, der ihm nach Ablauf von zwei Jahren einen Lehrbrief versprach, vor dessen Ausstellung jedoch verstarb. Dann arbeitete Philipp Moritz Fischer als Instrumentenmacher in Nürnberg, Wien, Budapest, Halle, Hamburg, Wertheim und Amsterdam. In London war er bei dem Instrumentenmacher Georg Metzler tätig, der ihm seine Zufriedenheit schriftlich bezeugte.
1837 kehrte er nach Schweinfurt zurück, ging aber bereits 1840 mit seiner Verlobten Wilhelmine  Lambinus, Tochter des Schweinfurter Weinwirts „Zur Traube“, Jakob Lambinus, wieder nach London zu Metzler. In der englischen Hauptstadt war er 1841 bis 1843 Mitglied der Friendly Musical Society (Instrumentenmacher-Gesellschaft). Als sein Sohn Heinrich Adolf 1842 starb und seine Frau an Heimweh litt, kehrte er nach Schweinfurt zurück. Wahrscheinlich um 1859/60 kam er auf den Gedanken, sein ständig verwendetes Rad mit einer Tretkurbel zu versehen. Er verbesserte damit das ältere Laufrad des Freiherrn von Drais entscheidend. Das zeitgenössisch als „Knochenschüttler“ bezeichnete Fahrzeug erregte bei Fischers Kundschaft in der Region einiges Aufsehen.
Es wird deutlich, dass im familiären Umfeld von Friedrich Fischer mit der Tretlagererfindung und dem Instrumentenbau günstige Vorbedingungen für seine Erfindung bestanden. Die hohen Preise für aus England importierte Stahlkugeln, die er als Bauteile in seiner Werkstätte für „Velocipedes, Bycicles und Tricycles“ verwendete, waren ein weiterer Anstoß zur eigenen Problemlösung auf dem Gussstahlsektor. 

Kontakt
Stadt Schweinfurt
Markt 1
97421 Schweinfurt
Tel: +49 (9721)51-0
Fax: +49 (9721)51-266
E-Mail: buergerservice@schweinfurt.de

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