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Judengasse und Sanierungsgebiet Südliche Altstadt

Die Judengasse ist Teil des ehemaligen Sanierungsgebietes Südliche Altstadt. Dieser Bereich war das 1. Sanierungsgebiet der Stadt Schweinfurt und als „Pilotprojekt“ wegweisend für die gesamte Sanierung der Schweinfurter Altstadt in den vergangenen vierzig Jahren.

Mit einer Größe von ca. 3,9 ha erstreckt es sich zwischen den Straßen Spitalstraße, Fischerrain und Rusterberg und umfasst damit einen Teil des ehemaligen Gewerbeviertels. Die förmliche Festlegung erfolgte am 04.04.1979. Mit der Aufhebung der Satzung am 24.01.2004 war es das erste Sanierungsgebiet in der Stadt Schweinfurt, das abgeschlossen werden konnte.

Im gesamten Quartier und damit auch in der Judengasse ist der mittelalterliche Stadtgrundriss größtenteils noch ablesbar. Die Bebauung besteht aus zwei- und dreigeschossigen meist traufseitigen Gebäuden.  Erheblich störend in diesem Gebiet waren die Gewerbebetriebe in der Spitalstraße und Metzgergasse, deren Standorte bis in die Judengasse und die Petersgasse hinein reichten. Erste Voraussetzung für das Gelingen der Sanierung waren deshalb die Betriebsverlagerungen der Großhandels- und Handwerksbetriebe. Gleichzeitig wurde der Verkehr beruhigt und ein öffentlicher Wohnhof am Schrotturm geschaffen werden, der heute den Mittelpunkt des Quartiers bildet.

Durch die Verkehrsberuhigung und die Entkernung durch den Abbruch von Gebäuden in den Innenbereichen konnte das Altstadtquartier wieder atmen. Mit der Sanierung des denkmalgeschützten Ensembles Judengasse, zu dem auch Teile der Metzgergasse, Petersgasse und Rosengasse gehören, zog wieder Wohnqualität ein. Dabei prägen hier auch Toranlagen und idyllische Gartenhöfe das Bild der Altstadt. Insgesamt wurden 33 Wohnungen modernisiert und 77 Wohnungen neu errichtet. Gerade die Judengasse ist damit heute zu einer der wohl schönsten Gassen in der Schweinfurter Altstadt geworden. Die Familien in der Judengasse, die ihre in den 1980er Jahren instandgesetzten und modernisierten Häuser selbst bewohnen, haben es trotz eines gestörten Wohnumfeldes in einem frühen Stadium gewagt, sich in der Altstadt ein eigenes Reich zu schaffen. Man kann sie damit zu Recht als Pioniere der Altstadtsanierung bezeichnen.

Das im wahrsten Sinne des Wortes herausragende Projekt in der südlichen Altstadt war die Wiederherstellung des ehemaligen Bürgerhauses und späteren Industriedenkmals Schrotturm. Der Schrotturm ist heute eines der Gebäude, die das Stadtbild von Schweinfurt entscheidend prägen. Seinen Namen erhielt er Anfang des 19. Jahrhunderts,  als er zur Herstellung von Schrotkugeln diente. Nach der feierlichen Übergabe des wiederhergestellten Baudenkmals im Jahre 1990 wurde es schnell zum kulturellen Zentrum der südlichen Altstadt. Hier haben die Rückert-Gesellschaft und der historische Verein ihr Domizil, das Erdgeschoss und der Gewölbekeller werden von der Volkshochschule und als Kleinkunstbühne für diverse Veranstaltungen genutzt. Der angrenzende öffentliche Wohnhof ist u.a. von der Judengasse her zu- und durchgängig. Nach der erfolgreichen Durchführung von Betriebsverlagerungen und dem Abbruch von störenden Gebäuden und der entsprechenden Neugestaltung wurde hier eine Oase der Ruhe in unmittelbarer Nähe der belebten Einkaufszonen geschaffen.

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Tel: +49 (9721)51-0
Fax: +49 (9721)51-266
E-Mail: buergerservice@schweinfurt.de

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