Anmeldung
Benutzername
Passwort
 
Neu anmeldenPasswort vergessen?
Rathaus (Foto: Andreas Hub)BürgerserviceRathausRathaustreppe
Für Sie zuständig

Referat III
Bürgerservice
Markt 1
97421 Schweinfurt
Tel.: 09721 / 51-0
Fax: 09721 / 51-266
buergerservice@schweinfurt.de

Adresse in Karte anzeigen

Öffnungszeiten:

Mo.8:00  - 18:00
Di.8:00  -18:00
Mi.8:00  -18:00
Do.8:00  -18:00
Fr. 8:30  -16:00
Sa.9:30  -12:00

Telefonische Erreichbarkeit:

Mo.8:00  - 16:30
Di.8:00  -16:30
Mi.8:00  -16:30
Do.8:00  -17:00
Fr. 8:30  -13:00

Industriegeschichte

Museum_Altes_Gym._Industrie_Zimmer
Eine ganze Reihe von bedeutenden Erfindern und Persönlichkeiten machte Schweinfurt zu einer Industriestadt von Weltrang – bis heute.

Die Geschichte der Schweinfurter Industrie beginnt Anfang des 19. Jahrhunderts.
 

 

Wilhelm Sattler (1784 –1859)
Der gebürtige Kasseler hat das wirtschaftliche Wachstum von Schweinfurt in dieser Zeit entscheidend beeinflusst. Er kam 1805 als Geschäftsführer in die Bleiweißfabrik von Johann Georg Gademann nach Niederwerrn, machte sich 1808 bereits selbständig und stand nach 15 Jahren an der Spitze aller Unternehmer in Mainfranken.

Schweinfurter Grün
Sattlers „Schweinfurter Grün“ wurde schon bald in ganz Europa bekannt und beliebt. Schweinfurter Grün, eine Verbindung von Kupfer, Arsen und Essigsäure, war im 18. Jahrhundert als Malerfarbe beliebt. An Brillanz, Farbintensität und Lichtechtheit wurde es von keinem anderen anorganischen Pigment übertroffen – allerdings auch nicht an Giftigkeit: Beim Auftragen auf feuchten Putz sondert es arsenhaltige Dämpfe ab, die tödlich wirken können. Als prominentestes Opfer dieser Farbe gilt Napoleon, dessen Gemächer auf Sankt Helena mit Schweinfurter Grün getüncht gewesen sein sollen und der an einer Arsenvergiftung gestorben sein könnte. Schweinfurter Grün ist in Deutschland seit 1882 als
Malerfarbe verboten und fand nur noch als Insektizid und als Algenschutzanstrich auf Schiffsrümpfen Verwendung.

Vom Laufrad zum echten Fahrrad
Um 1860 entwickelte der Schweinfurter Philipp Moritz Fischer eine zunächst kaum beachtete Erfindung – eine Tretkurbel, die er in sein Laufrad einbaute und so das Laufrad zu einem echten „Fahrrad“ machte. Fischers Sohn Friedrich (1848 –1899) produzierte ab 1883 mit Hilfe seiner Erfindung der Kugelmühle erstmals in Massenanfertigung gehärtete Stahlkugeln. Er wurde der entscheidende Wegbereiter der späteren Kugellagerindustrie.

Enstehung der Firma FAG
Im Jahr 1909 erwarb der gelernte Schlosser Georg Schäfer (1861–1925) Fischers „Erste
Automatische Gussstahlkugelfabrik“ – es war quasi die Geburtsstunde der Firma „Kugelfischer“ (FAG), die in den nächsten Jahrzehnten zu einem Inbegriff der weltweiten Wälzlagerindustrie werden sollte.

Entstehung der Firma SKF
Zwei ehemalige Mitarbeiter Friedrich Fischers, Wilhelm Höpflinger und Engelbert Fries, gründeten fast zeitgleich (1890) eine eigene Kugellagerwerkstatt, die später in der „Vereinigte Kugellagerfabriken AG“ aufging. Diese wiederum wurde 1953 zum deutschen Teil des schwedischen Weltkonzerns SKF.

Entstehung der Firma SACHS
Ende des 19. Jahrhunderts (1894) gründete auch der gebürtige Schwabe Ernst Sachs (1867–1932) in Schweinfurt ein Unternehmen, das später als „Fichtel & Sachs“ zu Weltruhm gelangen sollte. Zunächst stellte Sachs ebenfalls Kugellager her.
1903 entwickelte er die berühmte Torpedo-Freilaufnabe und später auch den Sachs-Motor.

Schnelle Entwicklung
Seit den 30er Jahren produziert das Unternehmen Autostoßdämpfer und -kupplungen.
Die rasante Entwicklung der Schweinfurter Großbetriebe FAG Kugelfischer, Fichtel & Sachs und SKF wurde auch durch die schweren Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg und die Jahre der Demontage nicht aufgehalten.

Blütezeit der Schweinfurter Wirtschaft
In den 60er und 70er Jahren des 20. Jahrhunderts florierte Schweinfurt wirtschaftlich vor allem Dank seiner Industrie. Zu diesen Zeiten arbeiteten in Schweinfurt rund 55.000 Menschen – was in etwa der Einwohnerzahl entsprach. Doch diese Monostruktur bedeutet auch ein Stück weit Abhängigkeit vom wirtschaftlichen Wohl der Großbetriebe.
Der Strukturwandel machte in den 1990er Jahren auch vor Schweinfurt nicht halt: 1992 spürte die Stadt stark die Auswirkungen der veränderten wirtschaftlichen Situation. Doch wie so oft schon in seiner Geschichte gelange es Schweinfurt mit einer Standortoffensive und weitgreifenden Maßnahmen der wirtschaftlichen Förderung einen Strukturwandel zu vollziehen.

Zukunft findet Stadt
Heute ist Schweinfurt (lt. Prognosstudie 2007) die dynamischste Stadt Deutschlands, es wird in die Zukunft investiert und so folgen dem Slogan „Zukunft findet Stadt“ den sich Schweinfurt auf seine Fahnen geschrieben hat, immer wieder neue Taten.

Kontakt
Stadt Schweinfurt
Markt 1
97421 Schweinfurt
Tel: +49 (9721)51-0
Fax: +49 (9721)51-266
E-Mail: buergerservice@schweinfurt.de

Sichere elektronische Kommunikation mit BayernIDexterner Link

Adresse in Stadtplan anzeigen