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Weitere Förderung der Projekte „Pro Praxis“ und KAJE

Die Projekte „Pro Praxis“ und KAJE werden auch weiterhin gefördert. Dies beschloss der Haupt- und Finanzausschuss des Stadtrates am 19. Juli.

Einer der allerersten Zielgruppen, mit der sich das Jobcenters der Stadt Schweinfurt nach der HARTZ IV-Reform beschäftigte, waren die damals in den Jahren ab 2005 zahlreichen Jugendlichen ohne Ausbildung und Lehrstelle. Fast komplette Abgangsklassen der damaligen Hauptschulen begannen ihr Arbeitsleben mit Arbeitslosigkeit. Jobcenter, Agentur für Arbeit, Hauptschulen und Betriebe kamen deshalb zur Überzeugung, dass dieser „Zeitbombe“ dringend mit entsprechenden Maßnahmen entgegen gewirkt werden musste.

In Anlehnung an das „Hamburger Modell“ begann deshalb das Modellprojekt „Pro Praxis“ mit Förderung der Stadt Schweinfurt an der Friedenschule. Oberstes Ziel war, die entscheidende Weichenstellung für das ganze folgende Berufsleben, dem Übergang von der Hauptschule in den Beruf, intensiver zu begleiten. Die Schüler sollten sich frühzeitig mit ihrer Berufswahl beschäftigen und sich darauf vorbereiten.

Herzstück der Maßnahme war der wöchentliche Praxistag in Ausbildungsbetrieben bereits ab der 8. Jahrgangsklasse. Hauptschüler konnten damit ihre Potentiale bei den Ausbildungsbetrieben zeigen und ihre Berufswahlentscheidung auf eine realistische Basis stellen. Ausbildungsbetriebe konnten Ausbildungsplatzbewerber über einen längeren Zeitraum beobachten.

Der sog. „Klebeeffekt“ tat seine Wirkung. Mittlerweile sind im Laufe der Jahre wegen der guten Erfolge von „Pro Praxis“ alle anderen Schweinfurter Hauptschulen, inzwischen Mittelschulen genannt, in das Projekt eingestiegen. Die Mittelschulen können sich nach eigener Aussage, „den Betrieb ohne „Pro Praxis“ gar nicht mehr vorstellen“.

Inzwischen werden regelmäßig über 50% der Abgangsschüler in Ausbildung vermittelt.

Schon bald nach Anlaufen von „Pro Praxis“ wurde sichtbar, dass die jungen Menschen mit Einschränkungen in Ergänzung dazu auch nach Aufnahme der Ausbildung begleitet und gefördert werden müssen. Deshalb wurde als weiterer Baustein das Projekt KAJE (Kooperative Ausbildung für Jugendliche und junge Erwachsene) aufgelegt und zusätzlich mit Mitteln der Stadt gefördert.

Junge Menschen, die noch Defizite in den Ausbildungsreife haben, werden im ersten Ausbildungsjahr intensiv sozialpädagogisch begleitet. Ausbildungsbetriebe erhalten als Kompensation für ihren erhöhten Aufwand die Ausbildungsvergütung im ersten Ausbildungsjahr erlassen. Zusätzlich findet begleitend zur Berufsschule wöchentlicher Stützunterricht statt. Die Erfahrung bisher zeigt: gelingt eine Stabilisierung im ersten Ausbildungsjahr, so wird die Ausbildung in der Regel vollständig abgeschlossen.

Inzwischen hat sich der Ausbildungsmarkt stark verändert. Ausbildungsbetriebe suchen händeringend geeignete Auszubildende. Haben sich die Projekte deshalb heute überlebt? Nein, die Schwerpunkte haben sich jedoch gründlich geändert. Die Probleme von Abgangsschülern der Hauptschulen sind nicht weniger geworden (Migrations- und Fluchthintergrund, Leistungs- und Motivationsdefizite, soziale Probleme). Eine Lehrstelle ist heute schnell gefunden, aber sehr schnell auch wieder abgebrochen, weil erforderliche Kompetenzen und das Durchhaltevermögen nicht ausreichen. Heute gilt es in den Projekten, die Ausbildungsreife zu fördern und bei Krisen rechtzeitig helfend und stabilisierend zur Seite zu stehen. Ziel ist, eine den Fähigkeiten entsprechende Berufswahlentscheidung zu treffen und die Ausbildung dann auch durchzuhalten.

Die Projekte wurden über die gesamte Zeit hinweg in Zusammenarbeit mit der Gesellschaft zur beruflichen Förderung (GbF) durchgeführt. Vor allem mit Betrieben aus dem Handwerk und dem Handel existiert inzwischen eine gute und erfolgreiche Zusammenarbeit. Auf diese Weise profitieren sowohl Jugendliche mit eingeschränkten Voraussetzungen bei der Eingliederung in Ausbildung als auch Betriebe bei der Suche nach geeigneten Auszubildenden.

Der Haupt- und Finanzausschuss des Stadtrates der Stadt Schweinfurt hat sich deshalb am 19.Juli mit der weiteren Förderung der Projekte „Pro Praxis“ und KAJE (Kooperative Ausbildung für Jugendliche und junge Erwachsene) befasst. Er hat der Fortsetzung wegen der guten Vermittlungsergebnisse in der Vergangenheit einstimmig zugestimmt.

zuletzt geändert: 26.07.2016

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