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SILVESTERFEUERWERK – ja oder nein?!

Feuerwerk zum Jahreswechsel hat eine lange Tradition. Für viele besteht ein besonderes Bedürfnis, das neue Jahr mit Böllern und Raketen zu begrüßen. Dadurch entstehen aber auch Feinstaub und Lärm, die für immer mehr Mitbürgerinnen und Mitbürger auch eine Belästigung, im Einzelfall auch eine gesundheitliche Beeinträchtigung darstellen. Besonders kleine Kinder aber auch (Haus)Tiere reagieren auf den Lärm und die funkelnden Lichter äußerst empfindlich. Die Stadt Schweinfurt regt deshalb dazu an, die Thematik „Silvesterfeuerwerk“ und den eigenen Umgang damit neu zu hinterfragen und hieraus die jeweils persönlichen Rückschlüsse zu ziehen.


Die Fakten

Feinstaub
Feinstaub sind feine Schwebpartikel, welche über die Luft in die Lunge aufgenommen werden. Eine hohe Feinstaubkonzentration kann sich langfristig sehr negativ auf die Gesundheit auswirken. So wird insbesondere die Zunahme asthmatischer Erkrankungen, die Entwicklung von Lungenkrebs und die Verstärkung von Allergiesymptomen beobachtet. Mit einem Stundenmittelwert von fast 1.000 mg/m³ hat die Stadt Schweinfurt in Bayern in der letzten Silvesternacht einen Spitzenplatz eingenommen.

Lärm
Insbesondere Tiere werden durch Lärm- und Lichtimmissionen beeinträchtigt. Es werden Panikreaktionen ausgelöst, nicht nur bei Haustieren, sondern auch bei wildlebenden Arten.  Durch Silvesterböller kann auch das menschliche Gehör geschädigt werden. Die Auswirkungen von Böllern werden dabei meist unterschätzt. Schädigungen des Gehörs werden meist erst später festgestellt und sind irreversibel. Der unsachgemäße Umgang mit Feuerwerkskörpern kann auch unmittelbare Schädigungen, welche zum vollständigen Hörverlust führen, hervorrufen. Ca. 8.000 Menschen werden in der Silvesternacht in deutschen Notaufnahmen wegen Gehörschäden behandelt. 

Müll
Allein in den fünf größten deutschen Städten (Berlin, Hamburg, München, Köln, Frankfurt am Main) entfernen die kommunalen Abfallentsorger am Neujahrstag rund 191 Tonnen Silvesterabfall. Am 1. Januar sind in diesen Städten über 1.100 Mitarbeiter für die Neujahrsreinigung im Einsatz, um Straßen und Gehwege von dem Abfall zu befreien.
Die richtige Entsorgung:
Vor der Entsorgung ist es wichtig darauf zu achten, dass die Feuerwerkskörper nicht mehr brennen, heiß oder warm sind, sodass sich der Abfall in der Tonne nicht entzündet. Feuerwerkskörper dürfen erst entsorgt werden, wenn keine Glut mehr vorhanden ist und sie vollständig ausgekühlt sind.
Abgebrannte Feuerwerkskörper, Mehrschussbatterien und Böller müssen im Restmüll entsorgt werden. Auch Pappröhren, die in Feuerwerkskörpern verarbeitet wurden oder gezündete Mehrschussbatterien aus Pappe gehören zwingend in die graue Tonne. Nach dem Abfeuern sind diese mit chemischen Rückständen verschmutzt und können nicht mehr über das Altpapier verwertet werden. Plastikverpackungen müssen über die gelbe Tonne entsorgt werden, Verpackungen aus Pappe gehören ins Altpapier. Glasflaschen ohne Pfand sollten nach Farbe sortiert über die jeweiligen Glascontainer beseitigt werden.


Zum Nachdenken

Martina MüllerSilvester ist am 31.12. um 00:00 Uhr
Wer das neue Jahr traditionell mit einem Feuerwerk begrüßen möchte, dem sei das gegönnt. Das Neue Jahr beginnt aber ausschließlich am 31. Dezember um 00:00 Uhr, nicht bereits am Tag zuvor und auch nicht an den Tagen danach. Wer also böllern möchte, sollte sich aus Rücksicht auf die anderen auf diesen Zeitpunkt beschränken. An anderen Tagen als am 31. Dezember und dem 1. Januar ist das Abbrennen von Feuerwerk grundsätzlich verboten. 

Schön muss nicht unbedingt laut sein
Feuerwerk und Lichterglanz – das ist immer schön anzusehen. Und oft reicht das auch schon. Meist sind die wirklich lauten Böller und lärmenden Knaller auch gar nicht die, die auch toll anzusehen sind. Vielleicht reicht dem ein oder anderen künftig deshalb auch einfach eine Packung Wunderkerzen?

Eltern haften für ihre Kinder
Das gilt auch an Silvester. Im Gesetz steht, dass nur volljährige Personen ab 18 Jahren Silvesterfeuerwerk erwerben und verwenden dürfen. Dies vermeidet nicht nur Ärger mit den Nachbarn, weil wieder Knaller und Müll in fremden Gärten zu finden sind oder versehentlich Eigentum angeschossen wird, sondern schützt auch ihre Kinder vor schlimmen Unfällen, die leider jedes Jahr passieren. Ab einem gewissen Alter kann man auch gut mit seinen Kindern über die Auswirkungen von Feuerwerk auf die Umwelt sprechen. 
Da Kinder Tiere lieben, lässt sich so das eigene Feuerwerk vielleicht auf ein Minimum begrenzen, wenn sie wissen, dass gerade Tiere unter dem Lärm oft sehr leiden. Auch das Thema Umwelt- und Klimaschutz lässt sich gut in Gespräche über die Schülerbewegung „Fridays for Future“ integrieren.  

Wer knallt muss auch kehren!
Erst die Arbeit dann das Vergnügen? An Silvester gilt das umgekehrt: Erst das Vergnügen, dann die Arbeit!
Wer Feuerwerk zündet und Böller oder Bodenfeuerwerk auf den Straßen verteilt, muss den dadurch entstehenden Abfall auch selbst entsorgen. Das ergibt sich aus dem Bayerischen Straßen- und Wegegesetz. Spätestens am Neujahrstag sollten die Abfälle und Reste wieder einsammelt und in der eigenen Mülltonne entsorgt werden. Für all den Müll, der jedes Jahr an Silvester produziert wird, ist unsere Straßenreinigung nicht zuständig! Wie heißt es so schön: jeder sollte vor seiner eigenen Türe kehren 

Sparen und Spenden
Silvester ist die letzte Chance des Jahres, noch eine gute Tat zu vollbringen. Bei bewussten Verzicht auf das Silvesterfeuerwerk freuen sich sicher viele gemeinnützige Einrichtungen über eine Spende in Höhe des eingesparten Betrages – ein schöner Gedanke, wie wir finden!

Wie auch immer Sie sich entscheiden:
Die Stadt Schweinfurt wünscht allen Bürgerinnen und Bürgern einen entspannten Jahreswechsel und schon heute ein gutes, gesundes und erfolgreiches Neues Jahr!

Bild: Martina Müller

Kontakt
Stadt Schweinfurt
Markt 1
97421 Schweinfurt
Tel: +49 (9721)51-0
Fax: +49 (9721)51-266
E-Mail: buergerservice@schweinfurt.de

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