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Rathaus (Foto: Andreas Hub)BürgerserviceRathausRathaustreppe

Neujahrsempfang 2013 mit Ruf nach mehr Bürgerbeteiligung

Im Mittelpunkt beim Neujahrsempfang stehen traditionell die guten Wünsche sowie der Rückblick auf Geleistetes und Ausblick auf kommende Aufgaben. Oberbürgermeister Remelé, der sich diesmal bei mehreren scheidenden Amtsträgern besonders bedankte, nannte als künftige Herausforderungen eine stärkere Bürgerbeteiligung und das bessere Einbinden einer junggebliebenen Senioren-Generation in die Gesellschaft.

In seiner Rede hieß Oberbürgermeister Sebastian Remelé die knapp 300 geladenen Gäste aus den verschiedensten Bereichen des öffentlichen Lebens in der bestens gefüllten Rathausdiele herzlich Neujahrsempfang 2013 (4)willkommen. Er bedankte sich für die vielen gute Wünsche zum Weihnachtsfest und neuen Jahr und wünschte seinerseits allen ein gesegnetes, gesundes und erfolgreiches Jahr 2013. Vor prominent besetzten Reihen - darunter die Europaparlamentarier Dr. Anja Weisgerber und Kerstin Westphal, die Bundestagsabgeordneten Michael Glos und Frank Hofmann sowie der Staatssekretär Gerhard Eck - hob Sebastian Remelé jene Gäste hervor, die ein letztes Mal in ihrer jetzigen Eigenschaft am Neujahrsempfang teilnahmen: Er dankte ausdrücklich Bundesminister a.D. Glos für seine lange und erfolgreiche Unterstützung der Stadt Schweinfurt; er wird nach dieser Legislaturperiode aus dem Bundestag ausscheiden. Weiter galt sein Dank „für fast drei gemeinsame Jahre der Zusammenarbeit“ Landrat Harald Leitherer, der noch bis Ende Januar im Amt sein wird; diese sei von echtem Vertrauen geprägt gewesen, nicht nur in den gemeinsamen Zweckverbänden.

Ein Hauch von Abschied, verbunden mit Wehmut, lag ebenfalls in der Luft, als der OB die Vertreter der US-Army begrüßte. Neujahrsempfang 2013 (8)Die amerikanischen Streitkräfte werden bekanntlich im Oktober 2014 den Standort Schweinfurt verlassen. Oberstleutnant Michael D. Runey, der bereits im Juni in die Staaten zurückkehren wird, sei „der letzte Offizier, der über die amerikanische Garnison in Schweinfurt Befehlsgewalt hat“. Danach werde mit Brian Adkins ein ziviler Nachfolger den Standort bis zu seiner Schließung weiterführen. Der Oberbürgermeister versicherte, dass er bis dahin alles in seiner Macht stehende tun werde, das gute und herzliche Einvernehmen zwischen der Stadtverwaltung und der amerikanischen Gemeinde zu pflegen, den Aufenthalt so angenehm und den Abschied so würdig wie möglich zu gestalten.

Explizit Erwähnung fanden auch die Vertreter von neugegründeten Unternehmen beim Neujahrsempfang der Stadt Schweinfurt am 13. Januar 2013. Neujahrsempfang 2013 (15)Dies beweise, betonte der OB, dass Schweinfurt nicht nur für angestammte Firmen eine gute Adresse sei. Neben der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit ist die Jugend dem Stadtoberhaupt ein wichtiges Anliegen: Daher waren erfolgreich wirkende Jugendliche und junge Menschen erstmals zu dieser Veranstaltung eingeladen worden: exemplarisch genannt wurden der Schauspieler und Träger des städtischen Kunstförderpreises, Max Kidd, dazu mit Marcel Geißler ein Mitglied der Schweinfurter Weltmeister-Formation im Breakdance (Dancefloor Destruction Crew), sowie die Leiterin der Alevitischen Jugend, Melisa Yilmaz. Sein etwas lockerer, gut gemeinter Rat an die erfahrenen Gäste des Empfangs: „Bleiben Sie cool. Sicherlich tut der Generationenaustausch uns allen gut.“

Neujahrsempfang 2013 (9)Im Rückblick auf das vergangene Jahr erinnerte Oberbürgermeister Remelé an den Bayerischen Städtetag, der Schweinfurt „großen, bayernweiten Applaus“ beschert habe, außerdem an das große Rathausfest während des Städtetags und den hochgelobten neuen Imagefilm der Stadt Schweinfurt, an die Feierlichkeiten zu 50 Jahren Städtepartnerschaft mit Motherwell und North Lanarkshire sowie an die „Mut machenden Beispiele gelebter Bürgerbeteiligung“ in der so genannten Zivilarena im Rahmen der Nachnutzung der amerikanischen Liegenschaften. Gleichwohl mahnte er in seiner Ansprache eine noch stärke Bürgerbeteiligung an; als ein Negativbeispiel führte er die nicht aufgeräumten Hinterlassenschaften der Bürger nach dem Silvester-Feuerwerk an. „Bürgerbeteiligung ist nicht nur eine Bringschuld von Staat und Kommune, sondern lebt eben gerade von der aktiven Mitgestaltung des Gemeinwesens durch seine Bürger“, appellierte der OB auch an eine Bringschuld der Bürger, sich stärker am öffentlichen Leben einzubringen - auch wenn dies nicht von Amts wegen verordnet werden kann.

Die „Bringschuld von Stadtverwaltung und Stadtrat“ sei, die städtische Infrastruktur weiterzuentwickeln. In seinem Tätigkeitsbericht listete er unter anderem die Neujahrsempfang 2013 (13)Projekte Tiefgarage Hadergasse und den zweiten Bauabschnitt am Gesundheitspark auf, wo 2012 beide Male Richtfest gefeiert wurde, dazu die sanierte Obere Straße und die Millionen-Investition in die Sporthalle des Alexander-von-Humboldt-Gymnasiums; auch die Mainlände werde fertiggestellt, das Baugebiet Eselshöhe West II entwickelt, eine „wissenswerkstatt“ eingerichtet und schließlich, im Frühjahr 2014, das Projekt „Familie im Zentrum“ (FiZ) ins grundsanierte Zeughaus einziehen.

Zukünftig eine zentrale Rolle in Schweinfurt - neben den jungen Familien - spielen seiner Ansicht nach die Senioren. Studien belegten, erläuterte Remelé, dass sich dieser Personenkreis, unabhängig vom Alter, um etwa zehn Jahre jünger fühle, noch sehr mobil sei und daher zivilgesellschaftlich, sozial und für die Kultur gerne mehr tun würde. Sein abschließender Appell Neujahrsempfang 2013 (14)lautete deshalb: „Gerade in einer Stadt wie Schweinfurt, die bayernweit das höchste Durchschnittsalter aufweist, müssen wir endlich erkennen, dass Alter nicht gleichzusetzen ist mit Schlagworten wie einsam, hilfsbedürftig oder gar als eine Gefahr für den Wohlfahrtsstaat.“ Mit dieser Generation Senioren sowie ehrenamtlich engagierten Bürgerschaft, mit innovativen Unternehmen, einer kreativen Jugend und einem weisen Stadtrat sei ihm um die Zukunft Schweinfurts auch im Jahre 2013 nicht bange.

Langanhaltender Applaus der Gäste begleitete am Ende der Neujahrsrede den Abgang des Oberbürgermeisters vom Rednerpult am Podium. Danach bot sich für den Gastgeber wie die geladenen Gästen die Möglichkeit zum ausgedehnten, persönlichen Gespräch.

Neujahrsansprache des Oberbürgermeisters im Wortlaut

(Text und Fotos: © Pressebüro Stefan Pfister)

 

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