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Ausstellung "Schweinfurt und seine Amerikaner" ab 25. Juli

Die diesjährige „Made in Schweinfurt-Ausstellung XIII“ widmet sich unter dem Titel „Schweinfurt und seine Amerikaner“ den fast siebzig Jahren, in denen amerikanische Streitkräfte in der Stadt präsent waren. Aus diesen Jahrzehnten lassen sich viele Geschichten erzählen. Das Kulturamt hatte im Herbst die Bürger dazu aufgerufen, ihre Erinnerungen an die Amerikaner zu erzählen.

Layout mit Stempel 2Die zahlreichen Meldungen zeigen das große Interesse an diesem Thema. Mit Hilfe der Zeitzeugen sind die von Daniela Kühnel konzipierte Ausstellung und eine Begleitpublikation entstanden, die man vor Ort erwerben kann.

Die Ausstellung im Konferenzzentrum auf der Maininsel vom 25. Juli bis zum 21. September 2014 beginnt mit dem Einmarsch der Amerikaner in Schweinfurt im April 1945. Viele Schweinfurter begegneten zum ersten Mal einem Amerikaner. Diese begannen zunächst, der vom Krieg gezeichneten Stadt eine neue Ordnung zu geben und eine Verwaltung aufzubauen. Die amerikanische Flagge auf dem Rathaus zeugte davon. Einige erinnern sich noch an Hilfsmaßnahmen wie Care-Paket oder Schulspeisung mit Kakao und Weißbrötchen.

Mit speziellen Programmen förderten die Amerikaner die Erziehung zur Demokratie. Dazu gehörten die Einrichtung eines Amerika-Hauses, die Förderung von Austauschprogrammen für Schüler oder die Organisation von Sportveranstaltungen wie dieUS-Army Verabschiedung 05-2014 (4) - Foto Stefan Pfister Seifenkistenrennen. Eine originale „Soap-Box“ wird in der Ausstellung zu sehen sein, eine „kleine“ Seifenkiste gibt es zum Nachbauen für Zuhause.

In den folgenden Jahren waren die Amerikaner aufgrund des sich zuspitzenden „Kalten Krieges“ als Sieger- und Schutzmacht besonders präsent. Ihr Einfluss auf die deutsche Alltagskultur zeigte sich in vielen Bereichen, wie beim Sport oder der Kleidung. Jazzmusik und neue gastronomische Konzepte wie die Milch-Bar hielten Einzug. In einer nachgebauten Volksfest-3Milch-Bar können die Besucher dem Lebensgefühl der 1950er Jahre nachspüren.

Sportliche Veranstaltungen, Vereine und Feste boten Gelegenheiten, Freundschaften zu knüpfen und Kontakte mit den Amerikanern zu pflegen. Diese werden auch nach dem Abzug Bestand haben. American Football beispielsweise wird auch nach der Verlegung der Soldaten ein Stück amerikanischer Kultur aufrecht erhalten. Die Besucher können sich in der Schau mit den Regeln der US-Ballsportart vertraut machen und auch das Cheerleadern ausprobieren.

Film von Max Kidd über den US-Abzug

Einen besonderen Beitrag, die Zeit mit den Amerikanern nicht in Vergessenheit geraten zu lassen, liefert die von Max Kidd und dem Team von Y-Concepts erstellte Dokumentation „The American Way of Schweinfurt“. Der Film über den 7 Boxkampf-Walter-SchunkAbzug der Amerikaner aus Schweinfurt wird während des gesamten Ausstellungszeitraumes zu sehen sein und kann auch auf DVD erworben werden – als Erinnerung an „amerikanische Zeiten in Schweinfurt“.

Im YouTube-Channel der Stadt Schweinfurt werden auf der Playlist „The American Way of Schweinfurt“externer Linkregelmäßig neue Trailer zum Film veröffentlicht.



 

Zahlen & Fakten:
Die US-Armee in Schweinfurt


1945:
Die US-Armee besetzt Schweinfurt am 11.4.1945.

1945-1948:
Die Flugplatzkaserne der Wehrmacht wird von den amerikanischen Streitkräften konfisziert. Anfangs nutzt die US-Luftwaffe das Flugfeld, ab 1948 wird das Areal an die US-Armee übergeben. Ein Jahr zuvor wird die Kaserne nach Leutnant Orville B. Conn benannt. Er war einer der ersten Gefallenen der 6. Cavalry Group bei der Landung der Allierten in der Normandie 1944.Ledward-1

1948:
Die US-Armee übernimmt die ehemalige Panzerkaserne der Wehrmacht und benennt sie 1951 in Ledward Barracks um, zu Ehren des Befehlshabers des 27. Artilleriebataillons, William J. Ledward, der 1944 in Italien gefallen war. Zuvor, direkt nach Kriegsende, wurde die stark beschädigte Kaserne zunächst als Unterkunft für Vertriebene, Heimatlose und Überlebende des Holocausts genutzt. Ende Juni1945 lebten dort fast 10.000 Menschen, vor allem aus Polen und Italien.

1949-1953:
2 Housing-Edgar-Kolb-2Das Amerika Haus entsteht in Schweinfurt, in dem unter anderem Kultur, Sprachkurse, Theater, Kino und Ausstellungen für die Schweinfurter Jugend geboten wurden.

1950:
Der militärische Übungsplatz Brönnhof mit Schießanlage wird von den amerikanischen Streitkräften übernommen. Mit einer Gesamtfläche von 2600 Hektar ist er der drittgrößte seiner Art innerhalb der US-Armee in Europa.

1953 - 1977:
Die US-Wohnsiedlung Askren Manor wird auf hauptsächlich konfisziertem, landwirtschaftlichen genutzten Flächen gebaut. In 23 Jahren entstehen 77 Gebäude mit 695 Wohnungen für amerikanische Familien, dazu eine Tankstelle, ein Commissary-Einkaufszentrum, Jugendeinrichtungen sowie zuletzt eine Junior High School.  

1954:
4 Bau-einer-Pontonbrücke-Bergrheinfeld-Edgar-KolbDie Heeresstraße wird gebaut. Sie darf nur von Militärfahrzeugen genutzt werden und verbindet das Übungsgelände am Brönnhof mit der Ledward Barracks.

1984 - 1992:
Die US-Armee entwickelt die ersten Pläne für den Bau des Kessler Field, auf dem ein Fitnesscenter (1984), Bowling Center (1988), eine Junior High School (1989) und die Wohnsiedlung Yorktown Village mit 34 Doppelhäusern (1990/1992) entsteht.

2004:
Askren Manors wird renoviert.

2012:US-Army Verabschiedung 05-2014 (5) - Foto Stefan Pfister
Das US-Militär gibt die Schließung des Garnisonsstandortes Schweinfurt bekannt.

2014:
Am 16. Mai 2014 werden die letzten verbliebenen Einheiten außer Dienst gestellt. Die Kasernen werden am 30. September geschlossen. Zum 31. Dezember will die US-Armee das Land und die Liegenschaften an den Eigentümer, die Bundesanstalt für Immobilien (BImA) übergeben.



Weitere Informationen und Fotos:
Die US-Armee hat viele Bilder und die Geschichte der US-Garnison in Schweinfurt auf ihrer Internetseite in der Rubrik mit dem Titel „A salute to schweinfurt“ zusammengestellt (in englischer Sprache).
www.schweinfurt.army.mil/infovault/salute.htmlexterner Link


 




Probleme beim Anzeigen/Öffnen des Videos? YouTube-Channel der Stadt Schweinfurtexterner Link


Bildbeschreibungen (von oben nach unten)

1) Logo Ausstellung
2) Plakat Ausstellung
3) Außerdienststellung der letzten beiden in Schweinfurt verbliebenen Einheiten der US-Armee am 16.5.2014 im Stadion; Foto (c) Stefan Pfister
4) „Bullriding“ beim deutsch-amerikanischen Volksfest; Foto (c) Stadtarchiv Schweinfurt
5) Boxkampf zwischen Walter Schunk vom FC 05 und einem Sportler der US-Boxstaffel Anfang der 1950er Jahre; Foto (c) Walter Schunk
6) Ledward-Kaserne an der Niederwerrner Straße; Foto (c) Stadtarchiv Schweinfurt
7) Die amerikanische Wohnsiedlung um 1955 mit amerikanischen Fahrzeugen; Foto (c) Edgar Kolb
8) Bau einer Ponton-Brücke über den Main beim Manöver in Bergrheinfeld; Foto (c) Edgar Kolb
9) Außerdienststellung der letzten beiden in Schweinfurt verbliebenen Einheiten der US-Armee am 16.5.2014 im Stadion; Foto (c) Stefan Pfister

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Tel: +49 (9721)51-0
Fax: +49 (9721)51-226
E-Mail: buergerservice@schweinfurt.de

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