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Rathaus (Foto: Andreas Hub)BürgerserviceRathausRathaustreppe

Baubeginn für das Nationale Projekt Carusallee in der Ledward-Barracks

Es war ein ganz besonderes Ereignis, das am 2. Oktober 2019 auf dem Gelände der ehemaligen US-Kaserne Ledward stattfand: der Spatenstich für die Carusallee. Schweinfurts Oberbürgermeister Sebastian Remelé sprach von einem „einzigartigen Vorhaben in einem der wichtigsten Entwicklungsquartiere“. Nach Fertigstellung wird sie eine grüne Achse in dem neuen Stadtquartier bilden, in dem später Forschung, Wirtschaft sowie Freizeit und Natur beheimatet sein werden.

Carusallee Spatenstich 2019 - Foto (c) Stefan Pfister (9)Mit dem offiziellen Spatenstich hat nun die sichtbare Umsetzung der Carusallee als ein für Schweinfurt bisher einzigartiges Vorhaben aus dem Bundesprogramm Nationale Projekte des Städtebaus begonnen. Ziel des Programms ist die Förderung von Projekten mit überregionaler Bedeutung und besonderem Innovationspotential. Der Bund fördert den Bau mit vier Millionen Euro für die Idee, sie als neue Ost-West-Grünverbindung auf dem Konversionsareal Ledward Barracks zu realisieren. Vorausgegangen war ein bundesweites Auswahlverfahren, in welchem das Schweinfurter Vorhaben die maximale Punktzahl und damit als einer der wenigen Bewerber den Zuschlag erhielt.

Die Bundestagsabgeordnete Dr. Anja Weisgerber als Ideengeberin der Konversionsförderung innerhalb des Programms erinnerte daran, dass Schweinfurt den 1. Preis unter den 116 eingereichten Anträgen gewann. Sie lobte ausdrücklich die Innovationskraft des Projektes, unter anderem auch das besondere Entwässerungskonzept der Carusallee. „Heute ist ein großer Tag für Schweinfurt“, sagte sie.

Carusallee Spatenstich 2019 - Foto (c) Stefan Pfister (6)Der ebenfalls zum Spatenstich angereiste Parlamentarische Staatssekretär beim Bundesminister des Innern, für Bau und Heimat, Marco Wanderwitz, nannte die Carusallee „eines der herausragendsten Premium-Projekte des Städtebaus in Deutschland“. Er wünschte eine gute Entwicklung und ergänzte noch, in Anspielung auf die aktuell zur Verfügung stehenden Fördermittel von 75 Millionen Euro, die voraussichtlich auf 100 Millionen Euro aufgestockt werden sollen: „Die Carusallee muss ja nicht das letzte Projekt in Schweinfurt gewesen sein.“

Oberbürgermeister Sebastian Remelé zeigte sich in seiner Ansprache hocherfreut, dass die Stadt als eine von ganz wenigen Kommunen von dieser noch recht jungen Förderung des Bundes profitiere. Im Rahmen der Baumaßnahme werden rund 20 Hektar Fläche entsiegelt und in weiten Teilen der Natur zurückgegeben. Die Carusallee als zentrale Hauptachse sei, so der OB, von großer Bedeutung, um das Ledward-Areal Carusallee Spatenstich 2019 - Foto (c) Stefan Pfister (2)nachhaltig zu entwickeln und in die umliegenden Stadtbereiche einzugliedern. Er verspreche sich damit auch einen weiteren Schub für die Landesgartenschau 2026. Ein Teil der Allee wird in das LGS-Ausstellungsgelände einbezogen.

Die Carusallee ist das städtebauliche Highlight bei der Umsetzung des Areals. Sie führt vom Theodor-Fischer-Platz bis zum Willy-Sachs-Stadion. Die Fertigstellung ist zum Jahresende 2020 geplant. In den vergangenen Monaten fanden bereits Vorarbeiten im Untergrund statt: unter anderem Entsiegelungs- und Rückbauarbeiten, Spartenverlegungen durch die Stadtwerke sowie der Bau der unterirdischen Rigole im Bereich der Aktivzone.

Die ersten oberirdischen Arbeiten beginnen jetzt im Osten, im Umfeld des Hochschulneubaus der FHWS. Danach geht es in Richtung Westen weiter, bis zu den Flächen der geräumten Erstaufnahmeeinrichtung. Geplant ist, den östlichen Teil der Carusallee inklusive des Campusplatzes Süd zum Beginn Carusallee Spatenstich 2019 - Foto (c) Stefan Pfister (17)des Wintersemesters 2020/2021 weitestgehend fertigzustellen.

Den Planungswettbewerb hatten die renommierten Münchner Landschaftsarchitekten und Stadtplaner lohrer.hochrein für sich entschieden. Deren Konzept  besteht im Wandel von einer militärischen Liegenschaft hin zu einem zukunftsorientierten Quartier, das Architekt Thomas Beyhl beim Spatenstich kurz vorstellte.

Bewusst wird bei der Carusallee das Bild einer hainartigen Allee als Gegensatz zur militärischen Ordnung gewählt. Die Idee eines lichten Hains bezieht sich auf den Namensgeber Carl Gustav Carus, der neben seiner naturwissenschaftlichen Profession auch als in der Romantik verwurzelter Maler tätig war. Mit der Allee erhält das frühere Kasernengelände eine gliedernde grüne Mitte, die sowohl die beiden sanierten Gebäude mit Studentenwohnheim und Hochschulverwaltung als auch den ersten Abschnitt des FHWS-Neubaus verbindet. Weitere, die Allee flankierende  Hochschulbauten, wie ein Lehrzentrum für den neuen Studiengang Robotics, sind in Planung.

Carusallee 2017 Preisträger - 1. Preis Lohrer (1)Das breite, schattige Grünband wird durch unterschiedliche Oberflächen wie beschichteter Asphalt, wassergebundene Decke, lockerer Kies, Sportbeläge, Rasen und Wiesenflächen, bis hin zu Staudenmatten differenziert. Die mittigen Grün-Inseln - zum Teil als Wiesenhügel und Mulden ausgebildet - unterstreichen die räumliche Wirkung. Gleichzeitig werden die Mulden als Retentionsraum genutzt, so dass das Regenwasser zeitlich verzögert und vorgereinigt zu den unterirdischen Versickerungsanlagen abgeleitet wird. Durch dieses innovative  Entwässerungskonzept wird das städtische Abwassersystem entlastet.

Auffällig ist eine Insel mit orangem Tartanbelag, Basketballkörben, bodengleichen Trampolins und künstlichen Hügeln im Ostteil der Carusallee Spatenstich 2019 - Foto (c) Stefan Pfister (14)Carusallee. Diese Aktivzone bietet mit einem kleinen modellierten Bereich für Skater und Biker sowie einem Beachvolleyballfeld weitere sportliche Möglichkeiten. Außerdem sind Sitzscheiben und -schlangen aus weißem Beton vor allem im Platzbereich vor dem FHWS-Neubau vorgesehen, dazu fest eingebaute Liegestühle aus Holz und Stahl in der gesamten Carusallee. Runde Wasserflächen mit steuerbaren Fontänen korrespondieren zu den runden Sitzscheiben im Platzbereich.

Die prognostizierten Herstellungskosten von rund 6,2 Millionen Euro (bei etwa 6,6 Mio Euro Gesamtmaßnahmenkosten) werden nach aktueller Einschätzung eingehalten.

(Text: Stefan Pfister / Pressebüro Stefan Pfister, Schweinfurt)



Übersichtsplan Carusallee - PDF-Datei zum Download:

Übersichtsplan Carusallee - Stand 02.10.2019, 2748 KB


Fotos Copyrights und Bildbeschreibungen
(von oben nach unten, inklusive Miniaturfoto):

1./2.) Spatenstich für die Carusallee am 2. Oktober 2019 mit (von links) FHWS-Präsident Prof. Dr. Robert Grebner, Ralf Brettin, Baureferent Stadt Schweinfurt, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister des Innern, für Bau und Heimat, Marco Wanderwitz, Dr. Anja Weisgerber, Mitglied des Deutschen Bundestages, Regierungsvizepräsident Jochen Lange, Oberbürgermeister Sebastian Remelé und Architekt Thomas Beyhl (Landschaftsarchitekteken gbp).  Foto © Stefan Pfister
3.) Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister des Innern, für Bau und Heimat, Marco Wanderwitz.  Foto © Stefan Pfister
4.) Oberbürgermeister Sebastian Remelé und Gäste des Spatenstichs am 2. Oktober 2019.  Foto © Stefan Pfister
5.) Erste angelegte Bereiche der Carusallee im östliche Bereich der Ledward-Barracks neben dem neuen FHWS-Neubau. Foto © Stefan Pfister
6.) So soll die Carusallee nach Fertigstellung Ende 2020 aussehen: Entwurf des 1. Preisträgers „lohrer hochrein landschaftsarchitekten und stadtplaner gmbh“ (München). Foto-Repro © Stefan Pfister
7.) Bauarbeiten im Bereich Campusachse/Carusallee mit Blick in Richtung Westen zum Willy-Sachs-Stadion.  Foto © Stefan Pfister


Mehr zur Carusallee:
https://www.schweinfurt.de/rathaus-politik/aktuelles/6227.Konversion-Wird-aus-der-geplanten-Carusallee-ein-Hain.html

 

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