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TanzensembleEbracher Hof (mgs)Stadttheater (Foto: Andreas Hub)Kunsthalle (Foto: Peter Leutsch, Schwebheim)

10 Jahre Kunsthalle: Mit Kamerakunst von Gunter Sachs startet das Jubiläumsjahr

Das zehnjährige Jubiläum der Kunsthalle Schweinfurt beginnt mit dem Höhepunkt: Bis zum 16. Juni sind Fotografien von Gunter Sachs und von bekannten Künstlern wie Andy Warhol in einer beeindruckenden Ausstellung zu sehen. (Mit großer Bildergalerie von der Eröffnung)

Ab dem 15. März 2019 zeigt die Kunsthalle im Erdgeschoss die Ausstellung „Gunter Sachs – Kamerakunst“. Oberbürgermeister Sebastian Remelé sprach bei der Eröffnung von einer „Ausstellung der Gunter Sachs Kamerakunst - Foto (c) Stefan Pfister (56)Superlative“. Und er hofft auf eine ähnlich große Resonanz wie bei der ersten Sachs-Schau 2013/2014: Damals kamen über 65.000 Besucher in die Kunsthalle, um die deutschlandweit vielbeachtete Ausstellung „Die Sammlung Gunter Sachs“, zwei Jahre nach dessen Tod im Jahr 2011, zu sehen. Die Resonanz zum Auftakt der Ausstellung war jedenfalls riesig: Viele überregionale Medienvertreter kamen zur Pressekonferenz, und bei der Eröffnung konnte die große Halle den Besucherstrom kaum fassen. Auch sein Sohn Rolf Sachs und weitere Mitglieder der Familie Sachs waren bei der Vernissage anwesend.

In „Gunter Sachs – Kamerakunst. Fotografie, Film und Sammlung“ sind erstmals Fotografien von ihm im Zusammenhang mit seiner Fotografie-Sammlung zu sehen. Über 170 Exponate werden bis zum 16. Juni 2019 in der Kunsthalle präsentiert. Gezeigt werden Fotografien von Gunter Sachs aus den Bereichen Mode, Stillleben, Architektur, Portrait, Landschaftsfotografie und Experimental- und Konzeptfotografie. Diese werden im Kontext seiner Sammlung präsentiert, die Werke aus den 1930er-Jahren bis in die Gegenwart von bekannten Größen wie Andreas Feininger, Richard Avedon, Andy Warhol und mehrere Arbeiten junger Gunter Sachs Kamerakunst - Foto (c) Stefan Pfister (41)Künstler umfasst. Abgelichtet sind nicht nur schöne und bekannte Frauen, darunter Claudia Schiffer, Brigitte Bardot, Bianca Jagger, Liza Minelli und Elisabeth Taylor, es ist auch reichlich nackte Haut zu sehen. Bei der Akt- und erotischen Fotografie entwickelte Gunter Sachs eine eigene ästhetische Handschrift. Sein Sohn, Rolf Sachs, nannte ihn anlässlich der Eröffnung einen „sensiblen Ästheten, der dem Weiblichen nah war“.

Die Präsentation zeigt auch, dass der auf Schloss Mainberg bei Schweinfurt geborene Sachs nicht nur eine der schillerndsten, sondern auch meist fehleingeschätzten Persönlichkeiten war. So sehr ihn sein extrovertierter Lebensstil zum „Liebhaber der schönen Frauen“ stempelte, so sehr pflegte er seine Laufbahn als „Liebhaber der schönen Künste“. Er war Kunstsammler, Mäzen, Galerist, Kurator, aber vor allem war er selbst ein erfolgreicher, preisgekrönter Fotograf und Filmemacher. Bereits in den 1950er Jahre begann er mit Experimentalfotografie und dem Aufbau einer international anerkannten Sammlung zeitgenössischer Kunst.

Ein weiterer Teilbereich der Ausstellung in der Kunsthalle Schweinfurt widmet sich dem Phänomen, dass Sachs selbst Zeit seines Lebens ein beliebtes Fotomotiv, eine von Paparazzi gejagte Berühmtheit, war und zum Objekt befreundeter Fotografen Gunter Sachs Kamerakunst - Foto (c) Stefan Pfister (14)wie Will McBride wurde. Die Ausstellung präsentiert zur Abrundung auch sein gesamtes filmisches Werk.
Schweinfurts Oberbürgermeister Sebastian Remelé bedankte sich ebenso wie Rolf Sachs und die beiden Kuratoren der Ausstellung, Dr. Otto Letze vom Institut für Kulturaustausch in Tübingen sowie die Leiterin der Kunsthalle, Andrea Brandl, für die gelungene Schau und die sehr gute Zusammenarbeit. Die Ausstellung wird ergänzt durch einen weiteren Ausstellungsort in der Sparkassengalerie der Sparkasse Schweinfurt-Haßberge.

Zur Ausstellung ist ein Katalog erhältlich und es werden Führungen, Veranstaltungen und Workshops angeboten. Darunter ein Fotoworkshop für Kinder (ab 23. März, insgesamt fünf Termine bis 25. Mai) sowie im Rahmen der neuen Veranstaltungsreihe „Tischgespräche“ ein Gespräch mit dem Stuttgarter Fotografen Werner Pawlok über Gunter Sachs, die Fotografie und den Film (4. April 2019, 19 Uhr). Ein Rundgang Gunter Sachs Kamerakunst - Foto (c) Stefan Pfister (49)durch die Ausstellung mit Rolf Sachs findet am 10. April um 15 Uhr statt.

Im weiteren Verlauf des Jahres 2019 feiert die Kunsthalle ihr zehnjähriges Bestehen mit einem umfangreichen Ausstellungs- und Veranstaltungsprogramm. Sie wurde am 28. Mai 2009 im ehemaligen Ernst-Sachs-Bad eröffnet und hat mit ihrer hochkarätig besetzten Sammlung zur Kunst nach 1945 in Deutschland einen festen Platz in der deutschen Museumslandschaft eingenommen. Nach der Gunter Sachs-Ausstellung wird am 13. und 14. Juli die neue Dauerpräsentation im Rahmen eines Museumsfestes feierlich eröffnet. Vom 19. Juli bis 8. September sind in der Großen Halle die Werke des mehrfach ausgezeichneten Bildhauers Werner Pokorny in einer großen Einzelschau zu sehen. Im Innenhof wird ab 25. Juli die eigens für die Kunsthalle konzipierte Kunstaktion JEDER GEGEN JEDEN von Ottmar Hörl präsentiert. Schließlich jährt sich im Herbst der Mauerfall zum 30. Mal. Die Kunsthalle nimmt dies zum Anlass und zeigt zwei herausragende Künstlerpersönlichkeiten aus der ehemaligen DDR: den Maler Hartwig Ebersbach und den Bildhauer Dietrich Klinge.

Weitere Informationen zur Ausstellung und zum Jubiläumsprogramm:
https://guntersachs.kunsthalle-schweinfurt.deexterner Link oder www.kunsthalle-schweinfurt.deexterner Link

(Redaktion, Text und Fotos: Stefan Pfister / Pressebüro Pfister, Schweinfurt)

 

Impressionen von der Pressekonferenz und Vernissage am 14. März 2019 (alle Fotos: Stefan Pfister)


 

BiIldbeschreibung Gruppenbild ganz oben:
Vernissage Ausstellung 14. März 2019, im Bild von links: Kuratorin der Ausstellung und Leiterin der Kunsthalle Schweinfurt, Andrea Brandl, Oberbürgermeister Sebastian Remelé, Peter Sachs (Sohn von Willy Sachs), Rolf Sachs (Sohn von Gunter Sachs), Gildete Sachs (Ehefrau von Peter Sachs), Monika Remelé, Claus Alexander „Halifax“ Sachs (Sohn von Gunter Sachs) und Kurator Dr. Otto Letze vom Institut für Kulturaustausch in Tübingen.  Foto (c) Stefan Pfister

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