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TanzensembleEbracher Hof (mgs)Stadttheater (Foto: Andreas Hub)Kunsthalle (Foto: Andreas Hub)

Kommt die Landesgartenschau 2026 nach Schweinfurt?

Die Stadt Schweinfurt plant seit geraumer Zeit, die Landesgartenschau im Jahr 2026 auszurichten. Bei einer Informationsveranstaltung wurde den Bürgern das Konzept für eine mögliche Bewerbung vorgestellt.

Seit gut zwei Jahren beschäftigt sich eine Lenkungsgruppe, bestehend aus dem LGS2Baureferenten der Stadt Schweinfurt, Ralf Brettin, und Mitarbeitern seines Referats sowie den beauftragten Architekten, mit einer Bewerbung. Die Architektenbüros von UmbauStadt aus Weimar und die Landschaftsarchitekten von WGF in Nürnberg haben bereits ein Konzept erstellt, das als räumliche Schwerpunkte das nordwestliche Areal der ehemaligen Ledward Kaserne sowie den südlichen Bereich des Kesslerfields (oberhalb des Willy-Sachs-Stadions) vorsieht.

Darüber informierte Landschaftsarchitekt Prof. Gerd Aufmkolk bei einer Infoveranstaltung für Bürger im Rathaus. Der Termin hätte passender nicht gewählt sein können, auch wenn es sich rein zufällig ergeben hatte: Am gleichen Tag, dem 12. April, wurde in Würzburg die aktuelle Landesgartenschau 2026 Bürgerinfo (2)Landesgartenschau 2018 (LGS) eröffnet. Eine freudige Botschaft für Schweinfurt gab es von dort zu vernehmen: Umweltminister Dr. Marcel Huber hatte im Rahmen der Eröffnung bekannt gegeben, dass die künftigen Gartenschauen in Bayern ab 2022 mit jeweils bis zu 5 Millionen Euro statt bislang 3,6 Millionen Euro gefördert werden.

Das Schweinfurter Konzept fußt thematisch darauf, dass man an Örtlichkeiten Impulse setzen möchte, wo sich die Stadt verändert. Prof. Aufmkolk stellte die ersten Ideen für das Ledward Areal vor, das mit vielen Bäumen und seinem Terrassen-Gelände gute Voraussetzungen biete. Im nördlichen Bereich, angrenzend zur Kleingartenanlage Alte Warte, könnten Schaugärten zu verschiedenen Themen entstehen. Auch die Kleingärtner haben schon Bereitschaft signalisiert, bei der Landesgartenschau mitzuwirken.

Eine ehemalige Werkstatthalle der US-Army würde zur Blumenhalle umfunktioniert werden, auch die Gastronomie der Landesgartenschau könnte dort angesiedelt werden. Hanggärten sind ebenso vorstellbar, auch eine große Freiluftbühne für die Vielzahl von Veranstaltungen. Unterhalb davon wird der große Carus-Park entstehen, auch die noch zu bauende Carus-Allee, die vom internationalen Campus der Hochschule bis zur späteren nLandesgartenschau 2026 Bürgerinfo Präsentation (1)euen Stadthalle reicht, soll in das LGS 2026-Konzept eingebunden werden.

Den zweiten Kernbereich bildet das Kesslerfield. In einem kleinen Park würden vor allem die Ausstellungspavillons platziert werden, wo sich Wissenschaft, Wirtschaft, Kunst, Ministerien oder Verbände den Besuchern vorstellen. Mit Blütenbändern und einem gewerblichen Gartenmarkt würden die zwei Hauptareale mit insgesamt 13 Hektar Fläche entlang der Heeresstraße miteinander verbunden werden.

Über so genannte Trittsteine wollen die Planer auch die Innenstadt an die Kernbereiche der Landesgartenschau anbinden. Die Ausstellung soll sich demnach entlang der Florian-Geyer-Straße und Ignaz-Schön-Straße bis zum Châteaudun-Park am Theater erstrecken. Eingebunden ins Konzept ist die Grünanlage Schuttberg, die man aus dem „Dornröschenschlaf“ wecken möchte. Denkbar sind laut Prof. Aufmkolk auch eine Beteiligung der vielen an der Strecke liegenden öffentlichen Einrichtungen, zum Beispiel Kirchen, Hochschule und Gymnasien.

Ein Busshuttle, vielleicht ein Elektro- oder autonom fahrendes Vehikel, ist nach Vorstellung der Planer eine interessante Möglichkeit, die recht lange Strecke bis zur City an die LGS-Hauptbereiche anzubinden. Landesgartenschau 2026 Bürgerinfo (1)Mehrere Anregungen von Bürgern bei der Infoveranstaltung, vor allem die Innenstadt und dortigen Grünflächen noch mehr in das Konzept einzubeziehen, ebenso auch regionale Nahrungsmittel, nahmen die Lenkungsgruppe als weitere Ideen für die Bewerbung auf. „Es ist ein erster Rahmen“, sagte Prof. Aufmkolk. Wie das finale Konzept aussieht, werde erst später entschieden.

Für ihn ist eine Landesgartenschau mehr als die Gestaltung von Grünflächen. „Es ist eine Gartenschau mit Mehrwert“, meint der beauftragte Landschaftsarchitekt. Schweinfurt könnte damit unter anderem seinen Weg der Stadterneuerung zeigen (Konversion), zugleich seine Grünraumvernetzung stärken und die stadtklimatischen Bedingungen verbessern, und sich außerdem als Stadt der Wissenschaft mit einem internationalen Campus, als Stadt der Kunst und als Stadt der Industrie und der Zukunftstechnologien präsentieren.

Eine Ausrichtung bietet nach Einschätzung der Planer viele Vorteile: Rund 750.000 Besucher würden die Gartenschau besuchen; Schweinfurt würde sein Stadtimage erweitern und auch der Handel und die Gastronomie/Hotellerie würden davon profitieren; und neben einer überregionalen medialen Aufmerksamkeit, so Prof. Aufmkolk, blieben der Stadt Schweinfurt und ihren Landesgartenschau 2026 Bürgerinfo Präsentation (4)Bürgern dauerhaft hochwertige Freizeit- und Erholungsflächen mit vielfältigem Nutzungsangebot für umliegende Wohnquartiere und die Hochschule erhalten.

Bei den Kosten gehen die Planer von etwa 12 Millionen Euro für die Investitionen im Vorfeld und weiteren 12 Millionen für die Ausrichtung aus. Nach bisherigen Erfahrungen würden die Eintrittsgelder die Durchführungskosten größtenteils oder ganz decken. Die Investitionen in die Ausstellungsgelände fördert der Freistaat wie bereits erwähnt mit bis zu 5 Millionen Euro, somit blieben also rund 7 Millionen Euro übrig, die von der Stadt finanziert werden müssten.

Bis zum 29. Juni 2018 muss sich die Stadt Schweinfurt entscheiden, ob sie die Landesgartenschau in acht Jahren ausrichten möchte. An diesem Tag endet die  Bewerbungsfrist. Die Entscheidung trifft der Schweinfurter Stadtrat in seiner Sitzung am 15. Mai. Zuvor wird er sich in einer Stadtratswerkstatt nochmals ausführlich mit den Details beschäftigen. Wer die Landesgartenschau 2026 endgültig ausrichten darf, wird voraussichtlich bis Anfang des Jahres 2019 feststehen.


Das Konzept im PDF-Format zum Download:

Landesgartenschau 2026 Konzeptentwurf 12.4.2018, 7605 KB


Bild Gruppenfoto:
Die Lenkungsgruppe für eine Bewerbung der Stadt Schweinfurt zur Landesgartenschau 2026 (von links): Vinzenz Dilcher und Matthias Seidel (Architekturbüro UmbauStadt/Weimar), Prof. Gerd Aufmkolk (Landschaftsarchitekt, WGF/Nürnberg), sowie Markus Peter, Axel Meffert und Rigo Lang vom Baureferat der Stadt Schweinfurt.  Foto: Stefan Pfister

Weitere Informationen zur Landesgartenschau:
www.stmuv.bayern.de/themen/naturschutz/foerderung/gartenschauen/index.htmexterner Link


(Text: © Pressebüro Stefan Pfister  / Fotos: © Stefan Pfister + Konzeptentwurf UmbauStadt GbR/WGF Nürnberg)

 

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