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TanzensembleEbracher Hof (mgs)Stadttheater (Foto: Andreas Hub)Kunsthalle (Foto: Andreas Hub)

Die Sammlung Gunter Sachs in der Kunsthalle Schweinfurt

Nach der erfolgreichen Landesausstellung „Main und Meer“ ist eine weitere beeindruckende Schau in der Kunsthalle Schweinfurt zu sehen. Vom 15. November 2013 bis 30. MärzIMG_7538 2014 werden einzigartige Kunstschätze, die Gunter Sachs zu Lebzeiten gesammelt hat, präsentiert. Gezeigt wird „Weltkunst“ mit Werken so berühmter Künstler wie Andy Warhol, Roy Lichtenstein und Salvador Dalí.

Gunter Sachs - aus der Industriellendynastie Sachs stammend, 1932 auf Schloss Mainberg geboren und 2011 verstorben - wäre sicherlich stolz über diese Ausstellung gewesen. Nicht nur, weil sie am Tag seines 81. Geburtstages, am 14. November, mit einer Vernissage im Beisein der Familie und mit geladenen Gästen in der Kunsthalle Schweinfurt eröffnet wurde. Davon ist sein Sohn Rolf Sachs überzeugt, der selbst maßgeblich IMG_7551an der Konzeption der Schau mit dem Titel „Die Sammlung Gunter Sachs“ beteiligt war. „Es ist für unsere Familie eine hohe Ehre, die Sammlung des Vaters hier zeigen zu dürfen. Und es wäre für ihn sicherlich auch eine Ehre gewesen“, erklärte er bei der Vorstellung der Ausstellung vor einer Vielzahl von lokalen und überregionalen Medienvertretern.

Nach der Premiere in der Villa Stuck in München zeigt sich die Schau bei ihrer zweiten Station in Schweinfurt mit einem neuen Gesicht. Rolf Sachs persönlich hat sich dafür eingesetzt, dass in der Kunsthalle Schweinfurt fast doppelt so viele Arbeiten zu sehen sind. Rund IMG_7443165 Werke werden gezeigt, an einem Ort, der für die Familie Sachs eine ganz besondere Bedeutung hat. Das Gebäude hat Gunter Sachs‘ Großvater als „Ernst-Sachs-Schwimmbad“ errichten lassen und 1933 als mäzenatische Schenkung an die Bürger der Stadt gegeben. Rolf Sachs erinnerte sich noch gut an seine Besuche als Kind vor mehr als 50 Jahren, wenn es zum Schwimmen ging. Schon damals sei das Bad nicht mehr zeitgemäß gewesen, und daher freue er sich umso mehr, dass es die Stadt Schweinfurt saniert und in eine außerordentlich gelungene Kunsthalle umgebaut habe. Dies und besonders die Architektur der großen Halle - hier werden die weltberühmten Pop-Art-Exponate präsentiert - haben Rolf Sachs sichtlich beeindruckt und offenbar zu einer Ausweitung der Ausstellung bewogen. Für ihn sei es ein sehr emotionaler und bewegender Moment, hier stehen zu dürfen, sagte er recht offenherzig und dankte allen Unterstützern der Schau, allen voran der Stadt sowie dem Sachs-Firmennachfolger, der ZF Friedrichshafen AG.

Die 165 Werke zählen zum „Who is who“ der internationalen Nachkriegskunst, wie es Oberbürgermeister Andy Warhol, Brigitte Bardot, (01), 1974 - FF9C3DA5Sebastian Remelé in seiner Ansprache formulierte. Zu sehen sind unter anderem Arbeiten der Surrealisten Max Ernst, René Magritte, Yves Tanguy und Dalí sowie der Informellen Jean Fautrier und Hans Hartung. Im Zentrum der Schau stehen Hauptwerke der Pop-Art von Andy Warhol, Roy Lichtenstein, Mel Ramos, Robert Rauschenberg und Tom Wesselmann. Zu sehen sind auch die berühmten bunten Mehrfach-Gemälde etwa von Brigitte Bardot, Marylin Monroe und von Gunter Sachs höchstpersönlich, ebenso ein Selbstporträt vom „Godfather of Pop-Art“ aus dem Jahr 1986; hoch oben in der „Pop-Art-Halle“ aufgehängt, blickt Warhol auf die imposante Ausstellung herab. Präsentiert werden weiterhin zahlreiche Exponate aus dem Nouveau Réalisme, der Arte Povera und der Graffiti-Kunst, mit der Gunter Sachs in Zeiten der zunehmenden Kommerzialisierung der Kunst einen Gegentrend setzen wollte.

Die Ausstellung gibt darüber hinaus einen Einblick in das Interieur von Sachs‘ IMG_7502Wohnungen. Denn eine Vielzahl an Bildern und Exponaten, die er seit Beginn seiner Laufbahn als Sammler im Paris der 1950er- und 1960er-Jahre erwarb, hatte einen festen Platz in den Räumlichkeiten, wie Rolf Sachs anmerkte. Für Dr. Otto Letze vom Institut für Kulturaustausch in Tübingen, der Mitherausgeber des Begleitkatalogs ist, soll die Ausstellung auch die Beziehungen von Gunter Sachs zu den einzelnen Künstlern herausstellen. So sind keine eigene Arbeiten von Sachs, der auch als Fotograf und Dokumentarfilmer sehr bekannt war, in Schweinfurt ausgestellt, sondern ausschließlich Werke aus seiner umfangreichen IMG_7459Kunstsammlung. Dr. Letze erinnerte beispielhaft an die tiefe Freundschaft von Sachs und Warhol, trotz ihrer gegensätzlichen Arbeitsweisen.

Oberbürgermeister Sebastian Remelé bedankte sich bei der Familie Sachs ausdrücklich, „dass sie das Erbe von Gunter Sachs und diese einmalige Sammlung in Schweinfurt zeigen“. In seine Dankesworte schloss er ebenso den Stadtrat, das Bayerische Staatsministerium für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst und die Unterfränkische Kulturstiftung des Bezirks Unterfranken für ihre Unterstützung mit ein.

(Text: Pressebüro Stefan Pfister, Schweinfurt)



Die Sammlung Gunter Sachs
15. November 2013 bis 30. März 2014

Kunsthalle Schweinfurt
Rüfferstraße 4, 97421 Schweinfurt
Tel. (0 97 21) 51 47 21
Internet: www.kunsthalle-schweinfurt.deexterner Link

Öffnungszeiten:

Täglich: 10.00 – 17.00 Uhr, Donnerstag 10.00 – 21.00 Uhr.
Montags geschlossen. Jeder 1. Sonntag im Monat freier Eintritt.

Im März auch montags einschließlich Rosenmontag geöffnet.
Faschingsdienstag geschlossen.
Zusätzlich vom 24. bis einschließlich 30.03.2014 täglich bis 21.00 Uhr geöffnet.

Themenführungen für Erwachsene, Seniorennachmittag jeden 3. Dienstag im Monat um 15 Uhr, kunstpädagogische Angebote für Kinder und Jugendliche zu speziellen Themen, regelmäßige Sonntagsführungen um 11 Uhr können unter Tel. (0 97 21) 51 47 44 gebucht werden.

, Della Monty, 1971


 

 



 

 

 

 

 

 



Kurzfilm zur Ausstellung
 

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Bildnachweise (von oben nach unten):

1.) Vater und Sohn: Rolf Sachs vor dem Porträt seines Vaters Gunter Sachs von Andy Warhol, Foto (c) Stefan Pfister

2.) Eingang zur Kunsthalle Schweinfurt, Foto: (c) Stefan Pfister

3.) Pop-Art in der großen Halle in der Kunsthalle, u.a. mit der Skulptur "Pilot" von Uwe Lausen (im Vordergrund) und Selbstporträt von Andy Warhol (hoch oben an der Wand, rechts), Foto: (c) Stefan Pfister

4.) Bild: Andy Warhol, Brigitte Bardot, 1974, © 2013 Andy Warhol Foundation for the Visual Arts, Inc. / Artists Right Society (ARS), New York; Estate Gunter Sachs; Courtesy Institut für Kulturaustausch, Tübingen

5.) Impression aus der Ausstellung, Werk "Toxicity Inspector" von Shepard Fairey, Foto (c) Stefan Pfister

6.) Rolf Sachs und Oberbürgermeister Sebastian, Pressekonferenz 13.11.2013, Foto (c) Stefan Pfister

7.) Bild: Mel Ramos, Della Monty, 1971, © VG Bild-Kunst, Bonn 2013,Estate Gunter Sachs, Courtesy Institut für Kulturaustausch, Tübingen

 

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Tel: +49 (9721)51-0
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